Backup Monitoring

Backup-Mails automatisch überwachen.

IMAPS- oder POP3S-Postfächer auf erwartete Backup-Mails prüfen und bei fehlenden, verspäteten oder wieder vorhandenen Reports automatisch informieren.

Backup-Monitoring über IMAPS oder POP3S

Viele Backup-Systeme verschicken nach jedem Lauf eine Statusmail. minIP kann ein Postfach regelmässig über IMAPS oder POP3S prüfen und die Nachrichten mit deinen Backup-Regeln vergleichen.

Das ersetzt keine Backup-Prüfung und kontrolliert nicht den Inhalt eines Archivs. Es prüft, ob die erwartete Statusmail innerhalb des festgelegten Zeitfensters eingetroffen ist.

Ein Postfach, mehrere Backup-Checks

Zuerst wird ein Postfach angelegt. Hinterlegt werden Anzeigename, Mailserver, Protokoll, Benutzername und ein App-spezifisches Passwort. IMAP verwendet ausschliesslich TLS auf Port 993, POP3 ausschliesslich TLS auf Port 995. Klartext-Verbindungen sind nicht vorgesehen. Bei IMAP lässt sich zusätzlich der gewünschte Mailordner bestimmen.

Auf ein Postfach können anschliessend mehrere Backup-Checks zeigen. Ein gemeinsames Postfach wie backup-status@example.ch kann damit beispielsweise gleichzeitig das Nachtbackup des NAS, den Hypervisor-Job und die Datenbanksicherung überwachen.

Mailbox

IMAPS / POP3S

TLS ist Pflicht. Mailserver-Ziele müssen öffentlich routbar sein; interne und reservierte Netzwerkziele werden blockiert.

Regel

Absender, Betreff und Inhalt

Nur die Merkmale ausfüllen, die wirklich stabil sind. Kriterien lassen sich mit UND oder ODER verknüpfen.

Wie eine Backup-Mail erkannt wird

Jeder Check kann drei Arten von Merkmalen verwenden: Absender, Betreff und optional einen Text aus dem Mailinhalt. Nicht ausgefüllte Felder werden ignoriert. Bei einer UND-Verknüpfung müssen alle gesetzten Kriterien passen; bei ODER genügt eines.

Damit lassen sich sehr unterschiedliche Herstellerreports abbilden. Ein Check kann beispielsweise verlangen, dass der Absender backup@nas.example enthält und der Betreff Backup erfolgreich. Ein anderer Check im gleichen Postfach kann nur nach einem eindeutigen Jobnamen oder einer bestimmten Textpassage suchen.

Maximales Mail-Alter statt täglicher Handarbeit

Zusätzlich wird festgelegt, wie alt die letzte passende Nachricht maximal sein darf. Für ein tägliches Nachtbackup kann beispielsweise ein Fenster von 30 Stunden sinnvoll sein; für einen wöchentlichen Job entsprechend mehr. Bei jeder Prüfung merkt sich minIP den Zeitpunkt der letzten passenden Mail.

Der Status zeigt damit nicht nur, ob überhaupt schon einmal eine passende Nachricht vorhanden war, sondern ob sie noch frisch genug ist. In der Oberfläche stehen die letzte Prüfung, die letzte passende Mail, das maximale Alter und die verwendeten Match-Kriterien direkt nebeneinander.

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Alarm & EntwarnungFehlt eine erwartete Mail oder tritt ein Mailboxfehler auf, kann minIP alarmieren. Nach der Erholung folgt die Entwarnung.
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Mehrere Systeme pro PostfachEin gemeinsames Statuspostfach kann beliebig unterschiedliche Backup-Jobs anhand stabiler Merkmale auseinanderhalten.

Alarmierung und Wartungsmodus

Die Alarmempfänger werden am Postfach hinterlegt. Dadurch müssen sie nicht in jedem einzelnen Backup-Check wiederholt werden. Wie beim normalen Monitoring können Alarme für Wartungsarbeiten zeitweise stummgeschaltet werden. Die Prüfung selbst bleibt aktiv, damit der technische Verlauf nicht durch die Wartung unterbrochen wird.

Trifft die erwartete Mail später wieder ein, kann minIP eine Entwarnung senden.

Sicherheit der Mailbox-Zugangsdaten

Verwende nach Möglichkeit ein eigenes App-Passwort oder ein separates Mailkonto statt deines persönlichen Hauptpassworts. minIP verbindet sich nur verschlüsselt über IMAPS/993 oder POP3S/995.

Der Mailserver muss öffentlich erreichbar sein. Private und andere nicht global routbare Ziele können nicht als Mailbox verwendet werden.

Typische Einsatzfälle

  • Nächtliche NAS-Sicherung meldet nach jedem erfolgreichen Lauf per E-Mail.
  • Hypervisor oder Backup-Server sendet pro Job einen eindeutigen Betreff.
  • Datenbankdump oder Skript verschickt eine kurze Erfolgsmeldung.
  • Mehrere Standorte senden ihre Statusmails an ein gemeinsames technisches Postfach.
Das Backup Monitoring prüft die Statusmail, nicht die Wiederherstellbarkeit des Backups. Regelmässige Restore-Tests bleiben deshalb weiterhin wichtig.